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Forum Bessarabiendeutsche und NS-Zeit

Leserforum:"Wie verhielten sich die Bessarabiendeutschen zum Nationalsozialismus ? Zu dieser Frage hat sich hier bisher niemand geäußert. Das finde ich sehr verständlich und auch gut, weil sie mit jeweils einzelnen und zusammenhanglosen Beiträgen nicht beantwortbar ist! Ebenso klar ist, dass alle Landsleute einzuladen sind, nach Vermögen zur Beantwortung dieser Frage beizutragen, um einen zutreffenden Überblick zu gewinnen. -Darum schlage ich vor, dass der Vorstand einen Historiker u.a. Personen beauftragt, einen Raster von Themen und Fragen zu benennen, worüber Berichte erbeten werden, und dass dieses Gremium die Sichtung und Darstellung unserer NS-Betroffenheit etwa in einer Broschüre verantwortet.Dieser Aufgabe wünsche ich die sachliche Unterstützung aller Leser! Viele aktive Vertreter der NS-Ideologie von einst leben nicht mehr, der Personenkreis mit eigener Erfahrung wird jährlich kleiner. Es ist also höchste Zeit, das noch vorhandene Wissen mitzuteilen. - Dabei sollten alle Autoren darauf verzichten, ihre heutigen Positionen oder Emotionen zu bedienen, dafür aber die damaligen nicht verschweigen. Geschichte und Geschichten sprechen am besten für sich selbst.Wozu soll die Erinnerung an jene Jahre dienen ? In unserer Gesellschaft wird der Verlust der Werte beklagt, ohne sie zu definieren. Könnte es nicht sein, dass sich politisch Radikalen wieder eine Chance bietet, sie für alle Bürger vorzugeben? Roman Herzog sagte als Bundespräsident: "Man kann Geschichte nicht überwinden! Man kann weder Ruhe noch Versöhnung finden, wenn man sich nicht der ganzen Geschichte stellt." Dazu sehen sich europäische Völker genötigt, die als Handlanger der Deutschen zur Vernichtung von Juden beitrugen. Aber die Jugend derselben fragt aktuell auch nach dem Ausmaß der Kollaboration und des Widerstandes. So gab es z.B. in Dänemark gut 800 Widerstandskämpfer, aber 7000 Freiwillige an der russischen Front - mit Norwegern, Franzosen, Polen, etc. - Auch unsere Jugend will wissen, was geschah und was sie aus unserer Geschichte lernen kann. So hat eine Enkelin von uns für eine Arbeit im Gymnasium das Wissen der Großväter über die Hitlerjugend abgefragt.Die NS-Ideologie betraf insofern alle Landsleute, die sie miterlebt haben, weil es so gut wie unmöglich war, ihr neutral zu begegnen! Eben darum ist es geboten, aus jenen Erfahrungen zu lernen, statt dieselben Torheiten zu wiederholen. Dabei sollte auch stets die Zweideutigkeit von Vor- oder Leitbildern, Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität usw. beachtet werden. Sie verlangen eine radikalere Gründung als es auch sog. "christliche Werte" bieten können! M. Heidegger hat Recht: "Der Wert und das Werthafte wird zum positivistischen Ersatz für das Metaphysische.
 
 

Haus der
Bessarabiendeutschen
Florianstraße 17
70188 Stuttgart


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